Der Ursprung
des Discdogsportes:
Der amerikanische Student Alex Stein, ein begeisterter
Frisbeespieler, nutzte jede Gelegenheit sich im Park mit Gleichgesinnten
zu treffen und zu spielen.
Als im Sommer 1971 der Whippet Rüde, Ashley Whippet in
sein Leben trat, stand dieser seinem Herrchen in nichts nach.
Eines Tages spurtete er los und fing mit einem riesigen Satz
die Frisbee aus der Luft.
Nach täglichem Training, kamen verschiedene Wurftechniken
und Tricks hinzu.
Alle Menschen die Alex und Ashley zusahen blieben begeistert
stehen und applaudierten ihnen.
Angespornt durch die Begeisterung der zuschauenden Menschen
überlegte Alex Stein, wie er es anstellen könnte,
den Hundesport im ganzen Land oder besser noch in der ganzen
Welt bekannt zu machen.
Somit fasste er einen Entschluss: Am 5.08.1974 schmuggelte
Alex seinen Hund Ashley in ein Baseball-stadium, um kurz vor
dem "neunten Innings" auf das Feld zu laufen. Sie
starteten einfach ihre Show und die Zuschauer fingen an hemmungslos
zu applaudieren.
Durch Ashleys hohe Laufgeschwindigkeit von 60 km/h und Sprüngen
von bis zu 2 Metern, peitschten die beiden das Publikum an.
Die TV-Sender kommentierten live und die Radiosender schilderten
den
Zuhörern, was sich auf dem Spielfeld abspielte.
Es folgten TV-Auftritte, Shows und Interwies. Ashley bekam
ein Porträt als erstes nicht menschliche Wesen im "people
magazine" und eine eigene Kreditkarte.
Alex und Ashley hatten es geschafft:
Ein neuer Hundesport war geboren!
Wie der Sport nach Deutschland kam:
Jochen Schleicher ein sportlicher, junger
Mann aus Karlsruhe und sein Hund "Butch Cassidy"
waren allen neuen Sportarten gegenüber aufgeschlossen.
Ob Mountenbiken oder Skateborden es gab nichts dass sie
nicht gemeinsam machten. Nur wenn sich Jochen mit seinen
Freunden im Park zum Frisbee® spielen traf, sollte Butch
abliegen und "nur" zuschauen. Immer wieder sprang
er auf um den Jungs die teuren Scheiben zu klauen. Sehr
zum Ärger von Jochen, den die guten Frisbeescheiben
hielten dem Gebiss des Hundes nicht lange stand.
Durch Reschärschen im Internet fand Jochen heraus,
dass es diesen Sport in den USA schon seit über 20
Jahren gab. Der Hundefrisbeesport wurde dort Discdogging
genannt und es wurden dort schon Wettkämpfe und eine
Weltmeisterschaft ausgetragen. Jochen besorgte sich hundegrechte
Scheiben für seinen Butch und fing an mit ihm zu üben.
Diese Scheiben kosteten im Jahre 1997 noch 25 DM das Stück.
Der Hundefrisbeesport machte ihm und seinem Butch richtig
Spaß, doch irgendwann wollte Jochen diesen Sport auch
"live" sehen, wollte sich mit anderen austauschen
und Tipps einholen. Also packte er seine Tasche und flog
über den großen Teich. Und das zur Weltmeisterschaft
1999 in Washington D.C.
Dort lernte er viele nahmhafte Spieler kennen: Alex Stein,
Peter Blome, Lawrenz Frederich, Bill & Hellie Keller,
Jeff Hoot, Mark Molnar, Bob Events, Mark Jennings und Mellisa
Heeter.
Sie alle nahmen den Deutschen freundlich auf und freuten
sich darüber der E-Mailadresse endlich ein Gesicht
zuordnen zu können. Jochen kam aus Amerika zurück
mit einer Tasche voller Frisbees® und einen Kopf voller
Ideen.
Er gründete den ersten deutschen DiscDog Club "Goodfellas"
und brachte in Zusammenarbeit mit den Goodfellas Mitgliedern
die erste deutsche Frisbeezeitung Skywalker
auf dem Markt.
Er erstellte die erste europäische Homepage, die über
den Hundefrisbeesport informierte. Darauf hin folgten Berichte
in der Presse und viele Fernsehauftritte. Überrascht
von soviel Resonanz nach diesem Sport, fing er an die Hundefrisbeescheiben
aus Amerika zu importieren und eröffnete den ersten
Hundefrisbee Onlineshop. Er gab Seminare um auch anderen
Menschen das Spiel mit dem Hund und der Scheibe beizubringen.
Jochen und sein Butch waren als Missionare in Sachen Hundefrisbee
in ganz Deutschland unterwegs.
Am 11. April 2000 verstarb Butch an einer schweren Krankheit.
So traurig Jochen auch über den Verlust seines geliebten
Freundes auch war, ging er seinen Weg weiter.
Heute lebt Jochen mit einem Rudel (2 Border Collies und
einen Altdeutschen Hütehund) zusammen und produziert
inzwischen in Deutschland Hundefrisbeescheiben.
Diese vier sind uns heute als "Discrockers"
allen ein Begriff!