Am 27/28.Sep. 2009 haben wir an den
Hyperflite Skyhoundz Canine Disc World Championships 2009 teilgenommen.


Unser WM Wochenende beginnt am Donnerstag dem 25.Sep.2009 gegen 16.00 Uhr Ortszeit mit dem Einschecken in Chattanooga in obwohl wir schon seit 9 Tagen im Lande sind, 6 Staaten durchreist haben und 4000 km hinter uns haben.
Das Chattanooga choo choo (bekannt nicht erst seit Glen Miller) ist ein alter Bahnhof aus der Jahrhundertwende und zu einem Hotel umgebaut worden. Neben den Zügen auf den alten Gleisen, in denen man auch wohnen kann, ist eine sehr schöne großzügige Anlage mit mehreren kleinen Gebäuden, Geschäften, Grünanlagen, Pools, Brunnen und einem eigenen Hundeauslauf.
Die Zimmer die für die Spieler hier gebucht worden sind, sind von der grösse her sehr großzügig und nett eingerichtet. Und (ganz wichtig) in jedem Zimmer befindet sich eine kleine Kaffeemaschine. Leute die mich kennen wissen dass ich mich spätestens jetzt hier wohl fühle.
Am Abend ist ein erstes Treffen der Spieler bei einem Empfang in der Suite von Jeff Perry. Jeder Spieler wird persönlich begrüßt und bekommt ein kleines Willkommens Geschenk mit nützlichen Gifs für die nächsten Tage. Ich freue mich sehr Hilde & Peter wieder zu sehen, Sven & Kathrin sind auch schon da und wir lernen schon viele Spieler kennen. Die ganz großen scheinen aber noch nicht da zu sein.
Später kommt auch Tina mit den Mad-Dogs an. Wir beschließen noch etwas essen zu gehen, denn inzwischen ist es sehr voll geworden und am nächsten Tag geht es um 9.00 Uhr los im Stadion.
Am Freitag sammeln wir Tina ein, die kein Zimmer mehr im Chattanooga bekommen hat und sind gegen 10.00 Uhr im Stadion. Das Turnier hat gerade angefangen. Mike Miller läd uns in seinem Pavillon ein und wir machen uns zwischen den Belgiern, Japanern und Ungaren bequem und verfolgen das Turnier. Heute sollen sich auch schon die Qualifizierten Anmelden und wir staunen über das Spielerpack das aus einer Tasche, 11 Scheiben, einer Leine, einem Käppi, einem T'shirt, einem Pullover (das bei gefühlten 30°C und 80% Luftfeuchtigkeit zum schmunzeln anregt). Beim so genannten: Last Chance Open Qualifier gehen insgesamt 313 Starter in den Disziplinen: Freestyle, Distance Acuraci. Team D/A, Time Trial, Mikrodogs & Pairs an den Start. Gespielt wird auf zwei Feldern. Da der Pavillion genau dazwischen steht, können wir das eine sowohl wie das andere sehen, konzentrieren uns aber auf das Freestyle Feld. Wir staunen nicht schlecht, dass die vorgegebene zeit für die Siegerehrung (18.00 Uhr) eingehalten wird. Ab 19.00 Uhr ist ein gemeinsames Beisammensein in einem Tierheim angesetzt. Wir gehen erstmal mit Tina essen und kommen leider etwas spät im Tierheim an.
Wir machen noch einen schnell Durchgang, halten hier und da einen kleinen Plausch. Alle reden davon das es am nächsten Tag schlechtes Wetter geben soll. Ich sehe das etwas gelassen, denn seit wann stimmt schon ein Wetterbericht :
Am Samstag geht das Turnier, die eigentliche WM um halb 10 Uhr los. Da es am Tage davor im Pavillion von Mike Miller ziemlich eng war und wir unseren Hunden viel Ruhe gönnen wollen, nehmen wir das Angebot von den Mad Dogs an. Sie haben noch einen leeren Pavillon und stellen ihn uns zur Verfügung. Pünklich beginnt das Turnier und wir schauen den ersten 20 Spielern gebannt zu. Bis es dann gegen 11.00 Uhr anfängt zu Donnern. Da Quigley genau wie Ronja Angst vor Gewitter hat, bringen wir die Hunde zum Auto und versorgen sie mit Resquetropfen. Kaum zurück im Pavillion fängt es auch schon an, wie aus Eimern zu schütten. Etwas was wir schon öfters erlebt haben in Amerika, ein bisschen Regen gibbet hier nicht. Nun ist das Gewitter genau über dem Stadion und wir werden aufgefordert in die Katakomben zu gehen. Der Weg ist nicht sehr lang, reicht aber das wir bis auf die Knochen nass sind. Nach einer Weile fangen wir an zu frieren (haben nat. den Pullover nicht dabei), suchen Tina und fahren ins Hotel um uns trockene Sachen anzuziehen. Gegen 14.00 Uhr bekommen wir die Nachricht das die WM für diesen Tag abgebrochen wird, da das Spielfeld unter Wasser steht. Wie immer ist am Abend ein Empfang geplant. Diesmal im Stadion. Wir beschließen erst einmal ein Nickerchen zu machen, denn die Hunde wollen nicht raus. Am Abend fahren wir (diesmal pünktlich) zum AT&T Stadion. Auch hier am dritten Abend werden wir mit Geschenken überhäuft: Ein Buch, eine Medallie für jeden Teilnehmer, ein Poster, eine Scheibe vom Turnier. Das Buffet wird eröffnet und es folgt eine Reihe von Lobesreden. Dadurch erfahren wir eine Menge über Hyperflite und den Menschen dahinter, was für die Zukunft geplant ist ect. Es wird ein netter, langer Abend. Wir erfahren, dass das Turnier am nächsten Tag schon um halb 8.00 Uhr anfangen soll, da ja noch eine Menge Spieler vom heutigen Tag starten müssen.
Sonntag, der Tag der Tage.
Wir sind pünktlich am Turnierort und man glaubt es kaum, es ist wie in den ganzen Tagen davor wieder Sonnig und warm. Es wird auch heute wieder auf zwei Feldern gespielt, da man sonst die Menge der Starter nicht durchbekommt. Das ist nat. sehr schade, denn so kann man den Disziplinen: Distance A…., Time Trial, Team D/A nicht so viel Beachtung schenken. Ich bin noch sehr ruhig, habe aber auch noch jede Menge Zeit und Quigley ist so was von gelassen trotz des Trubels drum herum. Gegen Mittag sind die Mikrodogs dran und unser auftritt rückt immer näher. Ich wundere mich das ich immer noch nicht aufgeregt bin und ganz gelassen der Tina zuschauen kann, die eine gute erste Runde abgeliefert hat. Leider verpasse ich durch das Aufwärmen von Quig. ihre MD die hervorragend gewesen sein muss.
Dann ist Pairs Freestyle dran. Direkt der erste Wurf des ersten Paares lässt mich ins schwitzen kommen ( ein Chestvault bei dem der zweite Mensch den Hund in der Luft fängt) und nun ist sie da: die Nervosität 9 Dann werden wir aufgerufen. Sobald ich auf dem Feld stehe bin ich verdächtig gelassen. Ein ganz neues Gefühl und ich wundere mich über mich selbst. Die Sonne brennt, ich weiß es ist nicht Quig's Wetter, aber wir ziehen unser Ding durch. Ich bin im Anschluß nicht zufrieden. Jürgen kam mir nervös vor, Quig hat die ersten 4 nicht gefangen. Ich will gar nicht wissen wie wir stehen. Nat. verrät es mir Jürgen später doch. Wir liegen mit zwei anderen Pärchen auf dem dritten Platz. Auch der zweite Platz ist von zwei Teams belegt. Ich sage mir: OK bist also an 6ter Stelle, das wars dann. Dabei sein ist alles. Und das stimmt ja auch. Wer Quigley kennt weiß das es ein Wunder ist sich überhaupt qualifiziert zu haben. Liegt nat. auch an der Mangelnden Konkurrenz in Europa, denn pairs ist dort nicht sehr verbreitet. Und immerhin auch wir spielen es erst seit etwas über einem Jahr. Wir werden überall für unsere Routine und Zusammenarbeit gelobt. Na ja, sind halt sehr nett die Amerikaner. Gegen 17.00 Uhr rückt die zweite Runde näher, es ist immer noch warm und drückend, Quig. hat die ganze Zeit geschlafen und ich muss ihn erstmal munter machen. Ich glaube an den Absturz und gehe mit der Einstellung alles oder nichts auf das Feld. Da das Spielfeld inzwischen im Schatten liegt ist Quigley verdächtig gut drauf. Ich erinnere mich an Patrick und ziehe alle tadas und so weiter durch. Jürgen erscheint mir auch nicht mehr nervös und bis auf ein kleines Missverständnis bin ich sehr zufrieden mit uns. Nach uns kommen noch 5 Teams und die Siegerehrung wird für 18.00 Uhr angesetzt und tatsächlich findet sie auch dann statt. Die Organisation ist einfach großartig und Reibungslos.
Da für 19.00 Uhr ein Restaurant gebucht wurde für die Afterparty werden nur die Platzierten aufgerufen. So etwas finde ich immer schade für die Teilnehmer und ich denke das ich meine Platzierung gar nicht erfahren werde. Der dritte Platz in der Disziplin Pairs wird aufgerufen, es sind die ….. Dann der zweite Platz. Ich fühle mich gar nicht angesprochen, erst als alle zu mir schauen wird mir bewusst was da gerade passiert. Wir… einen fantastischen zweiten Platz, bei der WM! Ich wusste gar nicht wie mir geschieht. Ob ich weinen oder lachen sollte.
Wir mussten aufs Treppchen und es war ein grandioses Gefühl.
Ein Gefühl das jeder einmal im Leben erfahren sollte und das ich auch jedem aus vollem Herzen könne. Und dann wird auch Tina & Ronja aufgerufen. Sie haben den dritten Platz gemacht und besser hätte ein Tag nicht enden können.

Hier das Video der zweiten Kür!